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Wegzugbesteuerung im Erbfall

freie Bildgalerie: Testament-Stempel

Hätten sie gedacht, dass durch einen Erbfall die Wegzugsteuer nach § 6 Außensteuergesetz aktiviert werden kann ?

Folgende Konstellation: Der Erblasser (Vater) ist an einer inländischen GmbH zu 10% beteiligt. Sein Sohn, der im Ausland lebt, wird Erbe (u.a. auch dieser Beteiligung). Nun hat der Vater vorher ein Vermächtnis zu Gunsten seiner Lebensgefährtin ausgesetzt und ihr diesen Gesellschaftsanteil zugedacht.

Mit dem Tod geht der Geschäftsanteil kraft Gesetzes (§ 1922 Abs. 1 BGB) im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf den Sohn über. Dieser gibt dann die Beteiligung an die Lebensgefährtin weiter.

Durch den Übergang der Beteiligung ins Ausland wird die "Wegzugsteuer" nach § 6 AStG aktiviert, auch wenn der Sohn die Beteiligung sofort weiterreicht. Es genügt, dass er nicht im Inland unbeschränkt steuerpflichtig ist.

In einem solchen Fall ist es sehr wichtig schon frühzeitig zu wissen, ob ein Erbe im Ausland lebt. Dann ist es ein Fall der Gestaltungsberatung die testamentarischen Regelungen so abzufassen, dass nur inländische Erben bedacht werden und ausländische Erben nur über Vermächtnisse eine Zuweisung erhalten, oder der Sohn (wie im obigen Beispiel) wird für eine gewisse Zeit wieder im Inland unbeschränkt steuerpflichtig.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 04. September 2013 22:47

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