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Früher in Rente - Arbeitszeitkonto

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Zeit und Geld ansparen, um den Rentenbeginn und Ruhestand flexibel zu planen

 

"Zeit ist Geld" - diese Volksweisheit machen sich die neuen "Arbeitszeitkonten" zu nutze. Es handelt sich hierbei um eine interessante Ergänzung zu den bisherigen Durchführungswegen der betrieblichen Altersversorgung (bAV).

Das Ziel der der bAV ist in erster Linie die Aufstockung der späteren Rente. Die Arbeitszeitkonten dienen dagegen vorranig der flexiblen Gestaltung der Lebensarbeitszeit und damit dem Rentenbeginn.

Das Prinzip ist einfach. Der Arbeitnehmer spart variable Bestandteile, wie Überstunden, Urlaubsansprüche, Weihnachtsgeld, Sonderzahlungen, Teile des laufende Lohns/Gehalts etc. in Zeit oder Geld auf einem Wertkonto an. Dieses wird vom Arbeitgeber geführt. Üblicherweise werden alle Bestandteile mittels eines vorher vereinbarten Umrechnungsschlüssels in Geld verbucht. Von diesem Guthaben kann sich der Arbeitnehmer Auszeiten nehmen. Sei es während der aktiven Tätigkeit oder vor dem offiziellen Rentenbeginn. Er kann sich den Betrag aber auch mit Beginn des Ruhestandes auszahlen lassen oder ihn in eine betriebliche Altersversorgung überführen.

Die Rahmenbedingungen (Anlageform und Verzinsung) werden vom Arbeitgeber festgelegt und dem Arbeitnehmer angeboten. Bereits jeder dritte Betrieb nutzt bereits dieses Modell. Die Tendenz ist steigend, da die Mitarbeiterbindung und Personalplanung dem Arbeitgeber sehr wichtig ist. Er ist allerdings auch für die Insolvenzsicherung verantwortlich. Überwiegend werden die Abwicklungen einem professionellen Pensions-Trust übertragen, der sich mit der Materie bestens auskennt. 

 

Aber der besondere Reiz dieses Modells liegt darin, dass die Auffüllung des Wertkontos aus dem Bruttolohn erfolgt. Dadurch kommt der weitergeleitete Bruttobetrag gar nicht erst zur Besteuerung. Dass heißt, es fallen während der Ansparphase weder Lohnsteuern noch Sozialversicherungsbeiträge an. Und die hälftigen Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung werden zusätzlich dem Wertkonto gutgeschrieben.  Erst bei Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze fällt dieser Sonderbonus weg. Erst bei späterer Auszahlung fällt die Lohnsteuer und Sozialversicherung an. Bis dahin verzinst sich aber das erhöhte Guthaben.

 

Die steuerfreie Umwandlung in eine Betriebsrente ist möglich. Auch während der aktiven Tätigkeitsphase kann der Arbeitnehmer Guthaben in Zeit oder Geld geben lassen, um z.B. längere Zeit freigestellt zu werden und das Gehalt fortgezahlt zu bekommen, oder für Mütter während der Babypause.

 

Damit gibt es ein flexibles Instrument einen früheren Rentenbeginn zu ermöglichen und obendrein bessere Renditen zu erzielen (durch Bruttosparen), als mit einem Rentenfonds (durch Nettosparen).

 

 

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, 30. August 2013 23:51

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