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Testamentsvollstreckung

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Die Testamentsvollstreckung als modernes Instrument der Vermögensnachfolge-Gestaltung

Das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 11.11.2004 hat dem steuerberatenden Beruf neben den Rechtsanwälten die Übernahme geschäftsmäßiger Testamentsvollstreckungen eröffnet (siehe nun auch StB-Berufsordnung  § 39 Abs. 1 Nr. 6 BOStB 2004). Durch unsere Tätigkeit auf dem Gebiet des "family office"  -also der generationenübergreifenden Steuer- und Vermögensplanung-  ist die Testamentsvollstreckung schon mehr oder weniger Bestandteil geworden.

In der Regel wird eine Testamentsvollstreckung von einem Mitglied der älteren Generation in Auftrag gegeben, um beim Ableben das vererbte Vermögen in sicherer Verwaltung zu wissen. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch bleibt das geerbte Vermögen im Eigentum der Erben. Diese erkennen aber an, dass der Testamentsvollstrecker weitreichende Verfügungsbefugnisse über den Nachlass hat.

Aber nicht allein der Vermögenserhalt ist ausschlaggebend für die Testamentsvollstreckung, sondern auch diverse persönliche Gründe sind Auslöser. Dies können sein:

  • Minderjährige oder heranwachsende Erben, die erst ab einem bestimmten Alter oder einer bestimmten Ausbildung das Erbe selber antreten sollen.
  • Die Versorgung des Auftraggebers im Alters- oder Pflegefall.
  • Die Abwicklung aller administrativen Aufgaben durch den Testamentsvollstrecker schon zu Lebzeiten.
  • Karitative Erwägungen, oder die Versorgung behinderter Abkömmlinge.
  • Und nicht zuletzt die neuen Regelungen gegenüber Banken durch "Basel II" im Bereich der Unternehmens- und Vermögensnachfolge.
  • Ein neuer Aspekt könnte sich auch durch die bevorstehende Erbschaftsteuerreform ergeben, wenn das Unternehmen zur Steuerfreistellung 10 Jahre fortgeführt werden muss.

 

Besonders bei Zerstrittenheit in der Familie oder Bevorzugung fremder Dritter als Erben ist die Testamentsvollstreckung ein ausgezeichnetes Instrument den letzten Willen sicher durchgesetzt zu wissen. Folgende Tätigkeiten können wir ihnen anbieten:

  • Ausführung der letztwilligen Verfügungen des Erblassers (§ 2203 BGB)
  • Bewirkung der Auseinandersetzung unter mehreren Erben (§ 2204 BGB)
  • Verwaltung des Nachlasses (§ 2205 BGB)
  • Inbesitznahme und Verfügung über den Nachlass (§ 2205 BGB)
  • Eingehung von Verbindlichkeiten für den Nachlass (§ 2206 BGB)
  • Vorgelagerte Beratung über die Vermögensnachfolge und Testamentsgestaltung

Nehmen sie sich einmal Zeit für dieses wichtige Thema. Und denken sie nicht, dass sie so etwas nicht betrifft. Unter mindestens einem der Aufzählungspunkte werden sie sich wiederfinden.

Dann werden sie sich fragen, was eine Testamentsvollstreckung kostet. Dazu nennen wir ihnen hier einige Beispiele:

Bemessungsgrundlage für die Vergütung bildet der Brutto-Nachlasswert. Nach den Empfehlungen des Deutschen Notarvereins aus dem Jahr 2000 wird der Vergütungsgrundbetrag wie folgt ermittelt:

bis 250.000 € = 4,00 %     bis 500.000 € = 3,00 %     bis 2,5 Mio. € =  2,50 %     bis 5 Mio. €  =  2,00 %     über 5 Mio. € = 1,50 %     (Mindestens ist der höchste Betrag der Vorstufe geschuldet).

Ggf. ist eine Konstituierungsgebühr, eine Auseinanderseztungsgebühr oder eine Dauertestamentsvollstreckungsgebühr zusätzlich in schwierigen Gestaltungsaufgaben, Auslandsvermögen und Gesellschaftsbeteiligungen zu berechnen.

 

Bei einer Dauertestamentsverwaltung berechnet sich das Honorar nach dem jährlichen, verbliebenen Brutto-Nachlasswert, oder dem Jahresbetrag der Bruttoeinnahmen mit 2 % bis  4 %.

 

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 04. September 2013 22:39

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