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Was ist die Vollmachtsdatenbank?

Seit Beginn des Jahres 2014 gibt das Finanzamt erstmals die dort gespeicherten Daten zur Steuererklärung preis. Dies geschieht über das personalisierte ELSTER-Verfahren, auf das nur sie elektronisch zugreifen können.

Damit auch wir als Steuerberater die Möglichkeit bekommen im Rahmen der Bearbeitung ihrer Steuererklärung auf diese Daten zuzugreifen, wird dem Finanzamt eine von ihnen unterzeichnete Vollmacht nach amtlichem Muster vorgelegt. Auch wir müssen uns in diesem Zusammenhang gegenüber dem Finanzamt elektronisch identifizieren. Dazu wurde über die Steuerberaterkammer eine "Vollmachtsdatenbank" eingerichtet, die besondere Auflagen der Finanzverwaltung erfüllt. Hier können sich interessierte Kollegen eintragen lassen und bekommen eine elektronische Signatur in Form einer Chip-Karte.

Wir sind in dieser Vollmachtsdatenbank aufgenommen worden und sind nun in der Lage die "vorausgefüllte Steuererklärung" zu erstellen. Sie müssen uns dazu nur die amtliche Vollmacht schriftlich erteilen.  

Wenn sie das neue Verfahren testen möchten, rufen sie an oder schreiben sie uns ......

Hier finden sie das amtliche Vollmachtsformular. 

Spendenbescheinigungen ab 2014

Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat mit dem koordinierten Ländererlass vom 07.11.2013 neue Muster für die Zuwendungsbestätigungen (§ 10b EStG - Spendenbescheinigungen) ab 2014 bekanntgegeben. Es handelt sich um 18 verschiedene Muster, die je nach Spenden, Zuwendungen und Empfänger zu verwenden sind. Eine Übergangsfrist wurde schon berücksichtigt. Bis zum 31.12.2013 durften noch die alten Spendenbescheinigungs-Vordrucke verwendet werden.

Hier können sie den Ländererlass nachlesen.

Hier geht es zu den Formularmustern

 

Steuervorschrift für Gutschriften

Der § 14 Abs. 4 des Umsatzsteuergesetzes wurde zum 30.6.2013 um eine neue Nr. 10 erweitert. Darin wird geregelt, dass nunmehr die Abrechnung (Rechnungserstellung) durch den Empfänger der Leistung (und nicht wie üblich durch den Lieferer/Leistungserbringer) als "GUTSCHRIFT" zu bezeichen ist.

Eigentlich sollte das nichts Besonderes sein, aber der Teufel steckt im Detail. Bekannter Maßen werden Rückgaben oder Nachlässe in der Wirtschaft auch durch "Gutschriften" vom Lieferanten oder Leistungserbringer abgerechnet.

Diese Praxis muss jetzt durch die steuerliche Neuordnung weichen. Die Übergangsfrist wurde durch ein BMF-Schreiben auf den 31.12.2013 begrenzt. Das heißt, ab dem 01.01.2014 gilt nun folgende Regelung  -EU-weit-   als verbindlich:

  • Sie liefern als Textilgroßhändler Kleidung an einen Kunden. Dieser reklamiert Teile und sendet sie zurück. Daraufhin stellen sie ihm eine (kaufmännische) Gutschrift aus. Die aber nicht mehr als Gutschrift bezeichnet werden darf, sondern jetzt "KORREKTURBELEG" oder "RECHNUNGSKORREKTUR" heißt.
  • Erstellt aber der Kunde (als Lieferungs-/Leistungsempfänger) für seine Einkäufe im Kommisionsgeschäft ihnen gegenüber (als Lieferungs-/Leistungserbinger) eine Provisionsabrechnung, dann fällt diese unter § 14 Abs. 4 Nr. 10 UStG und muss als "GUTSCHRIFT" bezeichnet werden.

Die neuen Begriffe werden in allen europäischen Sprachen übersetzt und sind allgemein anzuwenden. Dazu gibt es ein Schreiben des Bundesfinanzministers vom 25.10.2013 in dem sie die Änderungen in  Abschnitt 1 Nr. 2 nachlesen können.   Das Schreiben finden sie hier

 


 

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